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Die Herstellung von grünem Tee

Wer schon einmal das Glück hatte, eine Teeplantage zu besuchen, der weiß, dass die Herstellung von grünem Tee Grüner Tee keine ganz einfache Angelegenheit ist.

Ich hatte einmal das Glück, im Zuge einer Reise durch Sri Lanka, an einer Führung durch eine Teeplantage teilnehmen zu dürfen. Ich war verwundert, wie viel Aufmerksamkeit den einzelnen Blättchen des Teestrauchs gewidmet wird.

Eins kann man schon sagen: Es ist wirklich kein Traumjob, unter sengender Sonne einen ganzen Tag auf der Teeplantage zu verbringen, mühevoll die obersten Blättchen der Sträucher abzupflücken und im schweren Korb auf dem Rücken zu tragen, bis dieser voll ist. Oft hängen an den Beinen der Pflückerinnen noch Kleinkinder, die auch ihre Aufmeksamkeit fordern. Allerdings bekommen diese Kleinen die Aufmerksamkeit eher selten, denn die Pflückerinnen verdienen nicht pro Stunde, sondern pro Kilogramm gepflückte Teeblätter. Sind zu viele Fehler dabei, das heißt, es wurden nicht nur die obersten drei Blätter gepflückt, sondern auch noch das Vierte, Fünfte oder gar Sechste, gibt es darüber hinaus Abzug beim Lohn.

Die Teepflückerinnen, denen ich begegnete, stammten aus Südindien und waren Frauen aus der untesten Kaste, die für diese mühevolle Tätigkeit nach Sri Lanka gekommen waren.

Wenn die Körbe voll sind, werden sie zur Sammelstelle gebracht und verwogen.

Glücklich sahen die Teepflückerinnen nicht aus, aber sie hatten wahrscheinlich keine andere Wahl.

Wer meint, dass es sich bei schwarzem und grünem Tee um zwei unterschiedliche Pflanzen handelt, der irrt. Die beiden Teesorten stammen von den gleichen Sträuchern und unterscheiden sich nur in ihrer Verarbeitung. Während Schwarzer Tee einfach getrocknet wird, werden die Blätter des grünen Tees zuerst fermentiert, bis sie in riesigen Pfannen über dem Feuer geröstet werden. Die natürliche Fermentation wird dadurch unterbrochen und der Tee erhält zusätzlich eine leichte Rauchnote.

Die Japaner haben allerdings ihre eigene Art der Herstellung von grünem Tee entwickelt: Sie besprühen die Blätter nach dem Pflücken mit Wasserdampf. Dadurch bleibt die hellgrüne Farbbe erhalten.

Matcha Tee

Matcha Tee hat in den letzten Jahren einen wahren Siegeszug in Europa angetreten. Doch was ist dieses grasgrüne Getränk genau und warum soll es so gesund sein?

Matcha Tee kommt aus Japan und ist erst mal nichts anderes, als fein zermahlene Blätter aus Grünem Tee. In Japan ist er das Traditionsgetränk schlechthin und dient nicht nur als Muntermacher, sondern auch als Superfood mit gesundheitsfördernder Wirkung.

Gehen wir einen Schritt zurück, zum Ursprung des Matcha Tees.

Eigentlich stammt die Teepflanze, die Camellia sinensis, ursprünglich aus China, wo sie schon vor Tausenden von Jahren als Heilpflanze eingesetzt wurde. Darauf begründet auch die Art, die Teeblätter fein zu zermahlen, wie es mit vielen Kräutern in der Traditionellen Chinesischen Medizin gemacht wird.

Über einen Zenmeister kam im 12. Jahrhundert das Wissen über die Herstellung und Zubereitung von Grüntee nach Japan. Dieser Mönch übernahm selbst die Zubereitungsart, die Blätter fein zu zermahlen. Er ließ in ganz Japan Teesträucher pflanzen. Von diesem Zenmeister stammt auch das erste Buch über Grünen Tee, in dem er ihn als lebensverlängerndes Elixier bezeichnet.

Die buddhistischen Mönche schätzten Grünen Tee als “Wachhalter”, um noch länger und ausgiebiger meditieren zu können. Im 16. Jahrhundert entwickelte sich dann die noch heute in Japan übliche Tee-Zeremonie, ein Ritual für Gäste. Wichtige Beratungen oder Besprechungen starten mit einer Teezeremonie, um sich erst einmal innerlich zu sammeln. Die Zeremonie gilt als Symbol für eine kultivierte Lebensart und Bildung.

Zur Herstellung von Matcha Tee werden die obersten Blätter des grünen Teestrauchs von Hand gepflückt. Vor der Ernte werden die Teeplantagen aber noch für eine gewisse Zeit mit dunklen Netzen oder Matten aus Bambus überspannt. Durch den Schatten sollen sich noch mehr gesunde Inhaltsstoffe in der Pflanze anreichern. Nach der Ernte werden die Teeblätter im Wasserdampf schonend gegart und anschließend getrocknet, bevor sie in Steinmühlen zu feinem Pulver verarbeitet werden.

Grüner Tee – ein wahres Wundergetränk

Grüner Tee wird aufgrund seiner zahlreichen positiven Effekte auf die Gesundheit auch in unseren Breiten immer beliebter. In Asien, vor allem in China, wo der Grüne Tee ursprünglich herkommt, wird Grüner Tee schon seit Jahrtausenden als Heilkraut eingesetzt.

Aber auch in der chinesischen Kultur spielt Grüner Tee eine große Rolle. Möchte man seinen Gästen in China eine besonere Ehre und Wertschätzung erweisen, werden diese mit der traditionellen Teezeremonie verwöhnt. Dabei werden die Blätter in einem ganz bestimmtem Ritual bis zu 10 mal aufgebrüht.

Hierzulande beschäftigen sich immer mehr wissenschaftliche Studien mit der Wirkung von Grünem Tee, und die ist beachtlich.

Grüner Tee als Unterstützung beim Abnehmen

Es ist nachgewiesen, dass Grüner Tee den Stoffwechsel und die Fettverbrennung anregt. Einerseits wird durch die Bitterstoffe die Leber untersützt, andererseits wird auch die Produktion der Magensäure und die Darmtätigkeit angeregt.

Grüner Tee als Jungbrunnen

Die hohe Zahl an Antioxidantien im Grünen Tee wirkt den freien Radikalen entgegen, die im Körper durch ungesunde Nahrungsmittel, Stress und Rauchen entstehen. Dadurch wird der Körper vor vorzeitiger Alterung geschützt.

Grüner Tee gegen Graue Gehirnzellen

Grüner Tee kann sogar Alzheimer vorbeugen, weil er die Gehirntätigkeit anregt. Diese Wirkung ist den Inhaltsstoffen Theanin und Catechin zuzuschreiben.

Grüner Tee als sanfter Wachmaccher

Aufgrund des Koffeins, das im Grünen Tee enthalten ist, gilt Grüner Tee als Muntermacher, seine Wirkung ist, aufgrund der Kombination der vielen Inhaltsstoffe des Grüntees, eine mildere – dafür aber langanhaltendere – als jene von Kaffee. Selbst die buddistischen Mönche nutzen diese Wirkung schon seit Jahrhunderten, um sich länger der Meditation hinzugeben.

Grüner Tee bei der Bekämpfung von Krebszellen

Selbst in der Heilung von Krebs hat sich Grüner Tee als wirksamer Unterstützer gezeigt. Es ist besonders sein Wirkstoff Epigallocatechingallat das sich in der Unterstützung bei Krebstherapien positiv auswirkt.

Grüner Tee gegen Erkältungen

Auch in der Vorbeugung von Erkältungskrankheiten ist der Grüne Tee ein guter Helfer, weil die enthaltenen Polyphenole und Flavionide das Immunsystem stärken.

Grüner Tee

Grüner Tee ist ein wahrer Wundertrunk – seine gesundheitliche Wirkung ist in Asien schon seit Jahrtausenden bekannt. In den letzten Jahren wurde Grüner Tee auch bei uns sehr populär.

Die Vielseitigkeit von grünem Tee

Der grüne Tee ist mit Abstand die gesündeste Teesorte, die es gibt. Aufgrund seiner Zusammensetzung kann er selbst Kräutertees in seiner Wirkung bei Weitem übertreffen.

Auf dieser Seite haben wir uns ganz dem grünen Tee gewidmet. Sie erfahren alles Wissensewerte über Geschichte, Teetraditionen in Asien, Anbau und Verarbeitung, Zubereitung und auch verschiedene Rezepte.

Auch wenn grüner Tee in Westeuropa erst in den letzten Jahrzehnten so richtig bekannt wurde, ist er eine der ältesten Heilpflanzen in der chinesischen Kultur.

Vor mehreren hundert Jahren gelangte die Tradition durch einen Zen-Meister auch nach Japan, von wo aus vor allem der Matcha seinen Siegeszug nahm. Was viele nicht wissen: Auch bei dem grasgrünen Pulver handelt es sich um Grüntee, dieser unterscheidet sich von dem herkömmlichen Grüntee in der Weiterverarbeitung bei der Ernte.

Klassischer grüner Tee wird nach der Ernte leicht fermentiert, bevor er getrocknet oder in riesigen Pfannen über offenem Feuer geröstet wird. Japanischer Matcha hingegen wird nach der Ernte mit Wasserdampf besprüht, getrocknet und mit Steinmühlen in feines Pulver zermahlen.

Die Japaner haben jedoch auch die Art, Tee zu pulverisieren, nicht selbst erfunden. Sie stammt aus der chinesischen Medizin, in der für Heilzwecke schon seit jeher Blätter und andere Pflanzenteile fein zermahlen wurden.

In Europa ist grüner Tee vor allem als Detox und Getränk zum Abnehmen bekannt. Seine vielfältigen Inhaltsstoffe wirken sich sehr positiv auf den Stoffwechsel und somit auch auf die Fettverbrennung aus.

Eine zweite wichtige Wirkung von Grüntee ist aber auch, dass er wach macht. Grüner Tee kann daher bestens eingesetzt werden, um am Morgen richtig in die Gänge zu kommen oder um lange wach zu bleiben. Hier ist es aber wichtig, auf die Teesorte zu achten oder auch darauf, wie lange der Tee im heißen Wasser zieht. Je nachdem kann der Tee nämlich auch eine entspannende und müde machende Wirkung haben.